Interview mit Wolfgang Ihle über das geplante Buch zur Ausstellung

Herr Ihle, Sie haben vor, ein Buch zu veröffentlichen, das dazu dienen soll, die Leser über den Sinn und die Hintergründe des Projektes "ETERNITY - The Voyage Home" aufzuklären und zu informieren. Aber auch darüber, was Sie dazu bewogen hat, dieses außergewöhnliche Kunstprojekt ins Leben zu rufen. Welche Infhalte dürfen wir als Leser in Ihrem Buch erwarten?

 

Ich denke, in erster Linie dient das Buch dazu, die Menschen die unser Projekt schon jetzt, während der Entstehung der Kunstwerke verfolgen und uns begleiten, über die komplexen Hintergründe zu informieren, und sie auf einen Wissensstand zu bringen, der ihnen hilft, die Kunstwerke und die Aussage des Projektes besser zu verstehen. 

 

Sie malen also zur Zeit an den Gemälden für das Kunstprojekt und parallel dazu schreiben Sie an Ihrem Buch? Wann rechnen Sie mit der Fertigstellung, beziehungsweise der Veröffentlichung des Buches?

 

Das Buch wird insgesamt 23 Kapitel beinhalten. Ich stehe kurz davor, die drei letzten davon fertig zu stellen. Dann werde ich noch einige Zeichnungen und Skizzen anfertigen die darin zu finden sein werden und mich schließlich dem Cover-Artwork widmen. Dieses wird übrigens meine Kollegin Christiane Possmayer für mich entwerfen. Danach folgt die Überlegung wie und wann wir es veröffentlichen.

 

Was war für Sie die Geburtsstunde, Ihre Erlebnisse und Nachforschungen in einem Kunstprojekt einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren?

 

Die Begegnung mit mir selbst. Also dem Licht, das nach dem Tod als feinstoffliche Lebensform weiter existieren wird. So ein außergewöhnliches Ereignis hinterlässt Spuren und bringt eine gewisse Dynamik in Vorgänge die so nicht geplant waren.

 

Jetzt kann es passieren dass die ersten Leser schon aussteigen, weil diese Aussage stark polarisiert und für viele zu spirituell oder esoterisch ist.

 

Ja, das kann passieren, wäre aber schade, weil er die Möglichkeit verpasst sich selbst neu zu entdecken, welche vielfältigen Kräfte in Ihm schlummern und in welche Dimensionen er durch sein Denken und Handeln vorstoßen kann.

 

So? Sie sind ein Politiker, der Dinge in Aussicht stellt die Hoffnung machen sollen.

 

Nein, bin ich nicht. Denn Politiker versprechen meist Dinge, an die sie sich später entweder nicht erinnern können, oder so verbiegen dass man das Ergebnis nachher nicht wiedererkennt. Mein Versprechen ist der Weg ins Licht. Nach dem Lesen dieses Buches kann dann Jeder selbst entscheiden, ob er den Weg mitgehen möchte oder nicht.

 

Was waren beim Start des Projektes Ihre ersten Erkenntnisse?

 

Erstens, dass Bilder allein für meine Vision des Projektes nicht ausreichen würden. Zweitens, dass die Bilder sehr groß, ja riesig sein müssen. Drittens, dass ich zur optimalen Umsetzung auch Installationen, Skulpturen, Lyrik und Musik als zusätzlichen Reiz einsetzen möchte. Und Viertens, dass ich das unmöglich alleine stemmen kann.

 

Und das führte, wie Sie mir erzählten, gleich zu Beginn zu ersten Problemen.

 

Ja, denn die Auswahl der anderen Mitwirkenden, den anderen Künstlern, ist hierbei natürlich ein entscheidender Faktor. Sie müssen sich vorstellen, da wird im Prinzip von allen verlangt, sich einer Idee und einem Konzept unterzuordnen, das doch auf sehr persönlichen Ereignissen, Erlebnissen und Interessen aufgebaut ist. Denn sie müssen schon ein hohes Maß an Verständnis, Toleranz und Begeisterung mitbringen. In dieser Gemeinschaft muss dann nicht nur die sprichwörtliche „Chemie“ stimmen, sondern die Erwartungshaltung an jeden, seinen Part so beizusteuern, dass der angestrebte hohe Level gehalten werden kann ist doch sehr groß und kann zur Belastung werden. Das führte dann relativ schnell dazu, dass es bei der Umsetzung der verschiedenen Aufgaben unterschiedliche Auffassungen gab, und manche sich in Ihrer kreativen Freiheit eingeschränkt fühlten. Andere haben Sinn, Inhalt und Zweck des Projekts in grundsätzlichen Dingen nicht verstanden oder sich damit nicht ernsthaft auseinandergesetzt und haben versucht "ihr Ding" durchzuziehen. Beides führte zu Spannungen, die für so ein Projekt schädlich sind. Der Austausch dieser Mitglieder und die Suche nach geeignetem Ersatz führte schließlich zum „harten Kern“, der nun seit vielen Monaten ernsthaft an seinen Aufgaben arbeitet. 

 

Ich denke an dieser Stelle wäre es jetzt angebracht, diese anderen Mitglieder einmal kurz vorzustellen. 

 

Die erste die mir wie eine Schneeflocke zutrieb war Martina Saur. Ich sage das deshalb so poetisch, weil Sie nicht nur von Beginn an ein ganz wichtiger Bestandteil des Projektes wurde, sondern weil das Schicksal dies genauso wollte und Sie dafür bestimmt war. Mir war es wichtig, eine weitere Malerin für das Projekt zu gewinnen, weil ich gezwungen war mit meinen Bildern, auch wegen der Klimt-Versionen, sehr personenbezogen zu malen um die Botschaft so am besten an den Betrachter und Besucher weiter geben zu können. Ihre Malweise, die viel freier und abstrakter ist als meine, gab uns die Möglichkeit, zusätzliche Bilder zu integrieren, die einen perfekten Gegenpol zu den großen Gemälden gewährleisten. Außerdem ist sie eine Powerfrau, eine Macherin, die keiner Schwierigkeit aus dem Weg geht und dazu auch noch eine sehr angenehme und positive Energie ins Team bringt. Hat man eine Martina im Team gehört man zu den Gewinnern!  Ihr mangelnder Respekt vor Kameras oder vor großen Menschengruppen zu reden, macht sie zur perfekten Botschafterin des Projektes. 

 

Christiane Possmayer ist die Poetin und die Stille und Geheimnisvolle in unserem Projektteam, die sich nicht so gerne im Rampenlicht oder vorne an der Font aufhält. Allerdings entfaltet sie ein unglaubliches Potential an poetischer Kraft und lyrischer Phantasie, das wir wie ein Geschenk des Himmels empfangen durften. Ich bin mir sicher, dass sich viele, sehr viele Menschen, an ihren Gedichten erfreuen werden, denn diese wunderschöne Lyrik passt nicht nur perfekt zu den Bildern, sondern entwickelt eine fast göttliche, ja beinahe transzendente,  Atmosphäre, von der man liebevoll umhüllt wird.  Das typische für ihren Charakter ist, dass sie sich dessen nicht wirklich bewusst ist. Unsere stille Fee ist ein ätherisches Wesen, das ihre Geheimnisse, Gedanken und Träume gerne verborgen hält, die sich dann aber in ihrer Poesie zu sinnlichen Gemälden formt. Des Weiteren ist sie unsere fleißige Biene, die nicht nur meine Tuscheskizzen für meine großen Gemälde in Aquarell koloriert, sondern auch noch maßgeblich für die Installationen rund um die Bilder verantwortlich ist. Auch die Gestaltung und Pflege der ETERNITY Webseite gehört zu ihren Aufgaben. 

 

Renate Chisari ist die Frau im Hintergrund, die von dort alle Zügel in der Hand hält und für die Öffentlichkeits– und Pressearbeit zuständig ist. Termine für Interviews, Anfragen für Berichte in den Medien, Kontakt zu Sponsoren und Unterstützern laufen über ihren Tisch. Unsere Auftritte in den sozialen Medien fallen ebenfalls in ihren Aufgabenbereich. Um dies alles im Überblick und unsere Truppe damit am Leben zu erhalten, braucht man jemand der organisatorisch gefestigt und geschult ist. Dass sie diese Position nicht dazu benutzt uns wie ein Sergeant rum zu kommandieren oder zu belehren sind wir alle im Team sehr dankbar dafür.  Ihre kreative Aufgabe im Team ist die der Autorin. Sie schreibt Kurzgeschichten, welche das Thema und den Hintergrund der Bilder aufgreifen und somit den Interessierten Besuchern einen weiteren Einblick in die Thematik der Ausstellung gibt.

 

Ferdinand Maria Walter kam als letztes ins Team und fügte sich ungewöhnlich unkompliziert und schnell ins Team ein  -  der perfekte Mann für die Aufgaben, denen er sich stellen muss. Wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten, einen für uns  zu zeichnen, wäre er dabei heraus gekommen. Optisch ein Hingucker für sich, kreativ und handwerklich eine Offenbarung, als Mensch ein Typ mit Charakter und festen Werten und klaren Richtlinien. Seine ruhige Art, Dinge anzugehen und zu bewerten, ist ein wertvoller Gegenpol im Team der die dynamische, ja expressive Art von Martina und mir angenehm entspannt und auflöst. Ferdi, wie er bei uns genannt wird, ist zuständig für alle Skulpturen in groß und klein. Stein, Holz, Metall und Bronze sind seine Utensilien aus denen Kunstwerke entstehen, die perfekt die Aussagen unserer Bilder ergänzen. Auch er ist an der Umsetzung der Installationen, welche vorerst die Bilder verbergen, beteiligt. 

 

Welche Ziele verfolgen Sie mit der Umsetzung des Projektes? 

 

Ich erzähle Ihnen jetzt eine Vision die wir alle fünf in uns tragen. Der Besucher verlässt die Ausstellung mit der Erkenntnis und dem Gefühl, sein Licht in seinem Inneren entdeckt zu haben und geht mit diesem Bewusstsein nach Hause. Ein weiteres Licht das leuchten wird und dazu beiträgt, die Welt ein bisschen heller zu machen.  

 

Sie sind ein Romantiker und Träumer. Ich bin mir jetzt nicht sicher welchem von meinen Empfindungen, die ich gerade in mir wahrnehme, ich nachgehen soll. Dem Gefühl, ich erlebe ein Märchen und lasse mich voller Vertrauen in dieses goldene Licht fallen, oder ob ich resignierend an die harte, ja grausame, Realität da draußen in der Welt denken soll. 

 

Jetzt geben sie mir eine gute Vorlage die ich volley und trocken im Tor versenke. Und ich bitte um Verzeihung dass ich diese Metapher aus dem Fußballbereich übernehme, aber die passt so gut. Sie selbst können darüber entscheiden welchen Gedanken Sie nachgeben wollen. Sie selbst entscheiden Kraft Ihrer Gedanken Ihre Realität und Ihre Umgebung. Sie entscheiden mit jedem Gedanken welchen Weg Sie nehmen wollen. Den in der Dunkelheit oder den im Licht. Himmel oder Hölle. Das ist den meisten Menschen nicht bewusst, nicht einmal annähernd, wie entscheidend ihre Gedanken mit ihrer aktuellen Situation zu tun haben. 

 

Die Welt ein bisschen heller machen ist ein schönes Ziel und eine dankbare Aufgabe.

 

Um zu begreifen was das wirklich heißt, gebe ich Ihnen jetzt noch eine Hausaufgabe auf den Weg mit. Gehen Sie mal nachts in einen dunklen Wald und zünden mittendrin eine Kerze an. Sie werden kaum glauben können, was dieses kleine Licht bewirken wird. 

 

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